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PKM

Kampfunfähig (Knocked Out)

Autor · Manuel Dörrenbächer Lesezeit · 2 min
Quellen · 2 Aktualisiert · 16.10.2026
// TL;DR

Ein Pokémon wird kampfunfähig, wenn seine Schadenspunkte seine maximalen Kraftpunkte (KP) erreichen oder überschreiten. Der Besitzer legt das Pokémon samt aller angelegten Karten auf den Ablagestapel, während der Gegner Preiskarten zieht.

Mechanik im Detail

Im Pokémon-Sammelkartenspiel ist das Ziel, die gegnerischen Pokémon zu besiegen. Ein Pokémon gilt als kampfunfähig (Knocked Out), sobald die Anzahl der auf ihm liegenden Schadensmarken seinen maximalen Kraftpunkten (KP) entspricht oder diese übersteigt. Dieser Zustand wird meist direkt nach einer Attacke oder während des Pokémon-Checks evaluiert.

Wird ein Pokémon besiegt, wird die entsprechende Karte zusammen mit allen an sie angelegten Karten (wie Energiekarten, Pokémon-Ausrüstungen oder vorangegangene Entwicklungsstufen) auf den Ablagestapel des Besitzers gelegt. Der Gegner zieht im Gegenzug als Belohnung regulär eine Preiskarte. Wurde das Aktives Pokémon besiegt, muss dessen Besitzer sofort ein Ersatz-Pokémon von seiner Bank wählen und in die Aktive Position bewegen.

Regel-Besonderheiten & Interaktionen

Ein häufiges Missverständnis ist der genaue Zeitpunkt des Nachziehens der Preiskarten und des Ersetzens des Pokémon: Der Spieler zieht zuerst seine Preiskarte(n), bevor der Besitzer des besiegten Pokémon sein neues Aktives Pokémon wählt. Dies ist strategisch extrem relevant, da die gezogene Preiskarte die Entscheidung beeinflussen kann.

Zusätzlich variiert die Anzahl der Preiskarten, die für eine Kampfunfähigkeit gezogen werden, je nach Regeltext auf der besiegten Karte:

Pokémon-Kartentyp Preiskarten bei Kampfunfähigkeit
Standard-Pokémon (Basis, Phase 1, Phase 2) 1 Preiskarte
Pokémon-EX, Pokémon-GX, Pokémon-V 2 Preiskarten
Pokémon-VMAX, TAG TEAM Pokémon-GX 3 Preiskarten

Besondere Mechaniken wie die Pokémon-V-Regel garantieren dem Gegner mehr Preiskarten, um das höhere Machtlevel dieser Karten auszugleichen. Verliert ein Spieler sein letztes Pokémon im Spiel (und hat somit keinen Ersatz mehr auf der Bank), verliert er das Spiel sofort, selbst wenn der Gegner noch nicht alle sechs Preiskarten gezogen hat.

Strategische Einordnung

Das gezielte Herbeiführen von Kampfunfähigkeiten ist der primäre Weg zum Sieg im Pokémon TCG. Erfahrene Spieler beherrschen das sogenannte "Prize Trading": Sie tauschen strategisch schwächere Karten gegen starke gegnerische Karten ab, um im Preiskarten-Rennen vorn zu bleiben. Manchmal ist es ratsam, ein bereits angeschlagenes Pokémon strategisch kampfunfähig gehen zu lassen, anstatt wertvolle Heilressourcen zu verbrauchen, um im Gegenzug im nächsten Zug das gegnerische Angreifer-Pokémon zu besiegen.

Beispiel-Szenario

Spieler A greift mit seinem Glurak das gegnerische Pikachu (60 KP) an und fügt diesem 120 Schadenspunkte zu. Da die 120 Schadenspunkte Pikachus 60 KP weit übersteigen, ist Pikachu sofort kampfunfähig. Spieler B legt das Pikachu sowie eine daran angelegte Elektro-Energiekarte auf seinen Ablagestapel. Anschließend zieht Spieler A eine Preiskarte. Da Spieler Bs Aktives Pokémon nun fehlt, schiebt er ein Schiggy von seiner Bank nach vorne.

Fragen rund um Kampfunfähig (Knocked Out)

Sie werden zusammen mit dem Pokémon auf den Ablagestapel gelegt. Alle Entwicklungs- und Ausrüstungskarten teilen dieses Schicksal, es sei denn, ein spezieller Karteneffekt verhindert dies.

Fazit

Die Kampfunfähigkeit von Pokémon ist die zentrale Siegbedingung, um im Spiel Preiskarten zu sammeln. Sie erfordert vorausschauendes Ressourcenmanagement und genaue Kenntnis der speziellen Preiskarten-Regeln für mechanisch mächtige Spezial-Pokémon.

Quellen

  1. www.pokemon.com — Pokémon TCG Official Rulebook
  2. bulbapedia.bulbagarden.net — Bulbapedia — Knocked Out

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