Eine Optionskarte stellt im Digimon Card Game einen sofortigen Zauber oder ein Ereignis dar. Sie wird nach dem Bezahlen der Kosten und dem Erfüllen der Farbanforderung aktiviert, führt ihren Effekt aus und wird anschließend abgelegt.
Mechanik im Detail
Optionskarten sind Einmaleffekte im Digimon Card Game. Um eine Optionskarte von der Hand auszuspielen, musst du die sogenannte Farbanforderung (Color Requirement) erfüllen. Das bedeutet, dass sich mindestens eine Digimon Card oder Tamer Card in derselben Farbe wie die Optionskarte auf deinem Spielfeld befinden muss. Handelt es sich um eine mehrfarbige Optionskarte, musst du für jede ihrer Farben eine entsprechende Karte kontrollieren.
Nachdem du die Farbanforderung geprüft hast, bezahlst du die Spielkosten, indem du den Zähler auf der Memory Gauge entsprechend verschiebst. Der Haupt-Effekt (Main) wird ausgeführt und die Optionskarte wandert anschließend direkt in den Trash.
Regel-Besonderheiten & Interaktionen
Eine der wichtigsten Mechaniken ist der Security-Effekt. Befindet sich die Karte verdeckt in deinen Lebenspunkten und wird bei einem gegnerischen Angriff aufgedeckt, aktiviert sich ihr [Security]-Effekt kostenlos – die Farbanforderung muss in diesem Fall nicht erfüllt sein!
Häufige Missverständnisse:
- Weiße Karten: Auch für weiße Optionskarten brauchst du zwingend eine weiße Quelle auf dem Spielfeld.
- Kosten ignorieren: Wenn ein Karteneffekt dir erlaubt, eine Optionskarte zu nutzen, ohne die Kosten zu zahlen, musst du in der Regel dennoch die Farbanforderung erfüllen (es sei denn, der Kartentext sagt explizit etwas anderes).
Strategische Einordnung
Optionskarten bieten wichtige Werkzeuge wie Entfernungs-Effekte (Removal), Verstärkungen für eigene Einheiten oder sie erlauben das Suchen neuer Karten. Da sie keinen eigenen dauerhaften Board-State aufbauen, sollten sie im Deckbuilding sorgfältig dosiert werden (typischerweise 4 bis 8 Karten pro Deck). Rot und Blau bieten oft starke offensive Optionen, während Gelb und Schwarz defensive Kontroll-Effekte bereitstellen.
Beispiel-Szenario
Du hast ein rotes Digimon in deinem Aufzuchtbereich. In deiner Hand hältst du die rote Optionskarte "Gaia Force", die 8 Memory kostet. Da dein rotes Digimon die Farbanforderung erfüllt, kannst du 8 Punkte auf der Memory Gauge an den Gegner abgeben, das stärkste gegnerische Digimon zerstören und "Gaia Force" danach auf deinen Ablagestapel legen.
Fragen rund um Optionskarte (Option Card)
Nein, du musst zwingend die Farbanforderung erfüllen. Ausnahmen bilden nur spezifische Karteneffekte oder Tamer, die das explizit durch ihren Text umgehen.
Fazit
Optionskarten sind mächtige Werkzeuge, um das Spielgeschehen abrupt zu verändern. Wer die Farbanforderungen klug in sein Deckbuilding einbaut, maximiert ihren Nutzen und überrascht den Gegner maßgeblich.
Quellen
- world.digimoncard.com — Offizielles Digimon Card Game Regelwerk
Verwandte Begriffe
Digimon-Karten bilden das Herzstück deines Decks im Digimon Card Game. Du spielst sie aus, um anzugreifen, zu digitieren und die gegnerische Sicherheit zu durchbrechen.
Die Memory Gauge ist das zentrale Ressourcen- und Zugsystem im Digimon Card Game. Sie bestimmt, wie viele Aktionen ein Spieler ausführen kann, bevor der Zug an den Gegner wechselt.
Tamer Karten sind ein essenzieller Kartentyp im Digimon Card Game, die menschliche Partner repräsentieren. Sie verbleiben dauerhaft im Spiel und gewähren passive Boni oder steuern die wichtige Memory-Ressource.
Der Trash (Ablagestapel) ist die Spielzone im Digimon Card Game, in der zerstörte Digimon, abgeworfene Karten und benutzte Option Cards abgelegt werden. Er dient oft als wichtige Ressource für viele Karteneffekte.
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