Das 'Verbannen' (Banish) verschiebt Karten aus dem Spiel, der Hand, dem Deck oder dem Friedhof in die Verbannungszone (Banished Zone). Während sie für viele Klassen als dauerhaftes Removal dient, nutzen Schatten-Helden diese Zone offensiv als erweiterte Kartenhand.
Mechanik im Detail
Der Begriff "Verbannen" (Banish) beschreibt eine Spielaktion, bei der eine oder mehrere Karten von ihrem aktuellen Aufenthaltsort – wie Deck, Hand, Arena oder Friedhof – in die sogenannte Verbannungszone (Banished Zone) verschoben werden. Diese Zone ist eine der Basis-Zonen des Spiels (CR 4.6.1).
Standardmäßig landen alle verbannten Karten offen in der Banished Zone, sie werden also zum öffentlichen Spielwissen (Public Information). Manche Effekte weisen Spieler jedoch an, Karten "verdeckt zu verbannen" (banish face-down). Im Gegensatz zum Friedhof (Graveyard) ist die Reihenfolge der Karten in der Verbannungszone nicht strikt vorgegeben. Spieler können ihre verbannten Karten jederzeit beliebig sortieren, um den Überblick zu behalten.
Regel-Besonderheiten & Interaktionen
Viele neue Spieler betrachten die Banished Zone fälschlicherweise lediglich als einen Ort der endgültigen Entfernung. In Flesh and Blood interagieren jedoch ganze Taktiken stark mit dieser Zone.
- Nicht zerstört: Ein häufiges Missverständnis ist, dass "Verbannen" das Gleiche ist wie "Zerstören" (Destroy). Effekte, die beim Zerstören einer Karte auslösen, triggern nicht, wenn eine Karte verbannt wird, da es sich um eine andere Zonen-Verschiebung handelt.
- Blood Debt: Schatten-Helden (Shadow) interagieren intensiv mit der Verbannungszone durch das Schlüsselwort "Blood Debt". Spieler verlieren für jede Blood-Debt-Karte in ihrer Banished Zone am Ende des eigenen Zuges einen Lebenspunkt. Dafür erlauben viele dieser Helden das Ausspielen von Karten direkt aus der Verbannungszone.
- Verdeckte Karten: Werden Karten verdeckt verbannt (Face-down), gelten sie als geheime Information. Niemand darf diese Karten ansehen, es sei denn, ein spezifischer Regel-Effekt erlaubt dem Besitzer den Blick darauf.
Strategische Einordnung
Im kompetitiven Flesh and Blood dient die Banished Zone häufig als zweite Hand (Extended Hand) für bestimmte Spielstile. Shadow Runeblades (z. B. Chane) oder Shadow Brutes (z. B. Levia) lagern aktiv Karten dorthin aus, um ihre Ressourcen in späteren Zügen zu maximieren. Für Helden ohne diese spezielle Interaktion hat das Verbannen oft den Zweck des "Hard Removals". Wenn eine starke gegnerische Schlüsselkarte verbannt wird, kann der Gegner diese normalerweise nicht durch klassische Friedhofs-Rekursion zurückholen.
Beispiel-Szenario
Der Shadow-Held Chane erzeugt zu Beginn seiner Action Phase durch seine Heldenfähigkeit eine Soul Shackle und verbannt die oberste Karte seines Decks in die Banished Zone. Es handelt sich um die Karte Rift Bind, welche das Keyword "Blood Debt" trägt. Da Chanes Fähigkeit ihm das Spielen von Shadow-Karten aus der Verbannungszone für diesen Zug erlaubt, greift er direkt mit Rift Bind aus der Banished Zone an. Er nutzt die Karte produktiv und verhindert gleichzeitig, am Ende des Zuges den Lebenspunkte-Verlust durch das Blood Debt zu erleiden.
Fragen rund um Verbannen (Banish)
Nur, wenn ein spezifischer Karten- oder Heldeneffekt dies ausdrücklich erlaubt. Ohne eine explizite Spielerlaubnis bleiben alle in der Verbannungszone liegenden Karten völlig inaktiv und können nicht gewirkt werden.
Fazit
Das Verbannen (Banish) ist eine der zentralen Zonen-Mechaniken in Flesh and Blood. Es dient sowohl als restriktives Removal-Tool gegen den Gegner als auch als riskanter, aber mächtiger Ressourcen-Pool für spezielle Heldenklassen.
Quellen
- fabtcg.com — Flesh and Blood Comprehensive Rules — Zone Changes & Banished Zone
- fabtcg.com — CR 4.6 — Banished Zone & CR 8.5.1 — Banish
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