Die Pendelbeschwörung erlaubt es Spielern, einmal pro Spielzug beliebig viele Monster gleichzeitig von der Hand oder dem offenen Extra Deck zu beschwören. Voraussetzung ist, dass die Stufen der Monster zwischen den Werten der beiden aktivierten Pendelbereiche liegen.
Mechanik im Detail
Um eine Pendelbeschwörung durchzuführen, muss ein Spieler während seiner Main Phase zwei Pendelmonster als Zauberkarten in seine beiden äußeren Zauber- & Fallen-Zonen (die Pendelzonen) spielen. Jedes Pendelmonster hat einen sogenannten Pendelbereich (Pendulum Scale) in Form einer Zahl (z. B. 1 oder 8).
Sobald zwei Pendelmonster in den Zonen liegen, kann der Spieler einmal pro Spielzug eine Pendelbeschwörung ansagen. Dabei darf er beliebig viele Monster von seiner Hand und/oder offene Pendelmonster von seinem Extra Deck als Spezialbeschwörung beschwören. Die Bedingung: Die Stufe der beschworenen Monster muss exakt zwischen den Werten der beiden Pendelbereiche liegen. Bei den Skalen 1 und 8 können also Monster der Stufen 2 bis 7 beschworen werden.
Besondere Platzierungsregel (seit Master Rule 4/5): Monster, die durch eine Pendelbeschwörung von der Hand kommen, dürfen in beliebige Main-Monsterzonen gelegt werden. Pendelmonster, die jedoch offen aus dem Extra Deck beschworen werden, müssen zwingend in eine Extra-Monsterzone oder in eine Main-Monsterzone gelegt werden, auf die ein Linkmonster mit seinen Pfeilen zeigt.
Regel-Besonderheiten & Interaktionen
Eine der wichtigsten Mechaniken ist, dass Pendelmonster, die vom Spielfeld (egal ob aus der Monster- oder Pendelzone) auf den Friedhof gelegt werden würden, stattdessen offen auf das Extra Deck gelegt werden. Dies sorgt für eine immense Langlebigkeit der Strategie.
Häufige Missverständnisse und Konter:Da die Pendelbeschwörung eine inhärente Spezialbeschwörung (ohne Aktivierung einer Kette) ist, können Karten wie "Feierliches Urteil" oder "Bodenlose Fallgrube" auf das Zeitfenster der Beschwörung reagieren. Wird eine Pendelbeschwörung von drei Monstern gleichzeitig annulliert, wandern alle drei Monster in den Friedhof, da sie das Spielfeld offiziell nie betreten haben.
Strategische Einordnung
Pendel-Decks zeichnen sich durch enorme Schwarm-Fähigkeiten aus. Da abgeworfene oder zerstörte Pendelmonster im Extra Deck landen, können sie im nächsten Spielzug einfach erneut beschworen werden. Diese Mechanik füttert mächtige Beschwörungsarten wie Link-, Synchro- und Xyz-Beschwörungen.
Ihre größte Schwäche ist der hohe Ressourcenaufwand zu Beginn. Der Spieler benötigt zwingend zwei spezifische Karten für den Pendelbereich. Werden diese Zonen durch Zauber-/Fallen-Zerstörung (z. B. "Kosmikzyklon") geräumt, bevor die Beschwörung stattfindet, gerät das Deck massiv ins Hintertreffen.
Beispiel-Szenario
Ein Spieler aktiviert "Sterndeutender Magier" (Pendelbereich 1) in der linken und "Zeitdeutender Magier" (Pendelbereich 8) in der rechten Pendelzone. Anschließend deklariert er eine Pendelbeschwörung und beschwört simultan einen "Buntäugiger Pendeldrache" (Stufe 7) von seiner Hand in eine Main-Monsterzone sowie ein Pendelmonster der Stufe 4 offen aus seinem Extra Deck in seine freie Extra-Monsterzone.
Fragen rund um Pendelbeschwörung (Pendulum Summon)
Nein, aus dem offenen Extra Deck beschworene Pendelmonster unterliegen bestimmten Platzierungsregeln. Sie müssen zwingend in eine Extra-Monsterzone oder in eine Main-Monsterzone gelegt werden, auf die ein Linkmonster zeigt.
Fazit
Die Pendelbeschwörung ist eine extrem ressourceneffiziente Schwarm-Taktik, die kontinuierlich Druck aufbauen kann. Gelingt es dem Gegner nicht, die Pendelzonen (Skalen) rechtzeitig zu stören, wird das offene Extra Deck schnell zu einer endlosen Ressourcen-Quelle für Bossmonster.
Quellen
- yugipedia.com — Yugipedia — Pendulum Summon
- www.yugioh-card.com — Yu-Gi-Oh! Official Rulebook
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