Das 'Ende des Zuges' (die End-Phase) ist der letzte Schritt in der Zugstruktur des One Piece Card Games. Hier werden spezifische Karteneffekte ausgelöst, temporäre Buffs enden und der gesamte Schaden auf Charakteren wird auf null zurückgesetzt.
Mechanik im Detail
Das Ende des Zuges wird im One Piece Card Game offiziell als End-Phase (End Phase) bezeichnet. Diese Phase folgt direkt auf die Main Phase (Hauptphase) des Zugspielers. Sobald der Spieler entscheidet, dass er keine weiteren Aktionen in seiner Main Phase durchführen möchte, beginnt die End-Phase mit einer festen Abfolge von Regel-Schritten (CR 6.5):
- Ausgelöste Effekte abhandeln: Alle Effekte mit der Bedingung "Am Ende deines Zuges" (At the end of your turn) oder "Am Ende dieses Zuges" (At the end of this turn) werden aktiviert (CR 6.5.1). Wenn es mehrere solcher Effekte gibt, entscheidet der Zugspieler über die genaue Reihenfolge, in der sie auf dem Stack abgehandelt werden.
- Temporäre Effekte enden: Alle Effekte, die bis zum Ende des Zuges andauern (z. B. durch Events oder angelegte DON!!-Karten gewährte Power-Buffs), laufen ab und enden (CR 6.5.2).
- Schaden zurücksetzen: Aller angesammelter Kampfschaden auf Charakteren wird vollständig gelöscht (CR 6.5.3). Im One Piece TCG bleibt Schaden nicht rundenübergreifend bestehen.
- Zugübergabe: Der Zugspieler übergibt den Zug an den gegnerischen Spieler (CR 6.5.4).
Regel-Besonderheiten & Interaktionen
Ein häufiges Missverständnis besteht darin, wann genau der Schaden zurückgesetzt wird und wann temporäre Buffs enden. Da Buffs und Schaden in unterschiedlichen Sub-Schritten der End-Phase bereinigt werden, überschneiden sich diese Mechaniken im Regelfall nicht zum Nachteil der eigenen Charaktere.
Synergien entstehen oft mit Karten, die am Ende des Zuges das Board aufbauen oder aufräumen. Grüne Decks nutzen beispielsweise häufig Effekte, um ruhende (rested) Charaktere am Ende des Zuges wieder aktiv (active) zu machen. Dies erlaubt es ihnen, in der eigenen Phase anzugreifen und dennoch im gegnerischen Zug als Blocker zur Verfügung zu stehen.
Strategische Einordnung
Die End-Phase ist entscheidend für das Ressourcenmanagement und das Verständnis von Überlebenswahrscheinlichkeiten. Da Charakter-Schaden geheilt wird, weiß der angreifende Spieler, dass er einen gegnerischen Charakter in genau einem Zug besiegen muss (entweder durch einen ausreichend hohen Angriff oder durch mehrere kleinere Angriffe in Folge, die das Power-Level letztlich übersteigen).
Besonders das Timing für Effekte wie "Am Ende deines Zuges: Mische diesen Charakter ins Deck zurück" zwingt Spieler dazu, das maximale Potenzial einer Karte exakt in der Runde auszuschöpfen, in der sie gespielt wurde.
Beispiel-Szenario
Du hast den Charakter Eustass "Captain" Kid (OP01-051) auf dem Spielfeld, dessen Effekt lautet: "Am Ende deines Zuges: Du darfst 1 DON!!-Karte unter das DON!!-Deck zurücklegen. Setze diesen Charakter als aktiv." Du greifst während deiner Main Phase mit Kid an, wodurch er geruht (rested) wird. Sobald du deine Main Phase beendest und in die End-Phase übergehst, greift sein Effekt. Du zahlst die Kosten (1 DON!! zurücklegen), Kid wird wieder aktiv und fungiert im gegnerischen Zug als schwer überwindbarer Blocker mit 8000 Basis-Power.
Fragen rund um Am Ende des Zuges (End of Turn)
Nein, das ist nicht erlaubt. Das Anlegen von DON!!-Karten sowie das Ausspielen normaler Charakterkarten darf ausschließlich in der Main Phase durchgeführt werden.
Fazit
Die End-Phase ("Am Ende des Zuges") bildet den Abschluss der eigenen Handlungen und sorgt für das regeltechnische Aufräumen des Spielfelds. Hier triggern späte Effekte, temporäre Stärkungen laufen aus und angesammelter Schaden wird von allen Charakteren entfernt. Ein präzises Verständnis dieser Phase ist unerlässlich, um Buffs und Blocker effektiv für den anstehenden gegnerischen Zug vorzubereiten.
Quellen
- en.onepiece-cardgame.com — One Piece Card Game Official Rules — Abschnitt 6.5 End Phase & CR 6.5 — End Phase & CR 6.5.1 — Ausgelöste Effekte am Zugende & CR 6.5.3 — Schaden heilen
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